Countdown 24

2011 - The Pocky year

22. 12. 2007 - Sternensee

Vor langer Zeit, in einem kleinen Dorf zwischen den Feldern von Ilithien und dem Dunklen Wald, lebte eine junge Elbin namens Althea. Ihre Mutter war eine Sterndeuterin und so lernte auch sie den Himmel und die Sterne zu lesen.

Eines Tages kam eine Gruppe fahrender Musikanten durch das Dorf. Sie blieben dort für fünf Tage und Nächte und spielten für die Bewohner. Sie spielten zum Tanze, zum Gesang und zur Freude. Althea hatte solche Musik noch nie gehört, denn die Musikanten waren Menschen und ihre Spielweise unterschied sich sehr von den ihr vertrauten Melodien der Elben. Und so saß sie jeden Abend fasziniert am Feuer und lauschte den Gesängen und ließ sich von der Stimme des jungen Sängers verzaubern.

Auch der Sänger fand Gefallen an Althea und als die Musikanten wieder aufbrachen, blieb er zurück und bei ihr. Zeit verging und trotz ihrer unterschiedlichen Kulturen und Sitten waren Althea und der Sänger glücklich.

Bis er eines Tages auf der Jagd tödlich verunglückte.

Drei Tage lang weinte Althea und verstummte dann völlig. Als sie wieder einmal im Wald war, um am Rande des Sees nach Kräutern zu suchen, konnte sie plötzlich im Rauschen des Windes seine Stimme hören. Sie hörte wieder die vertraute Melodie, die er sooft für sie gesungen hatte, und die Sehnsucht kam zurück und brach ihr das Herz. Lange stand sie am Seeufer und lauschte und ging dann ins Wasser, um nie wieder aufzutauchen.

Darauf begannen die Sterne zu weinen, denn Althea war ein Kind der Sterne gewesen, und ihre Tränen sanken hinab zur Erde und in den See. Und so kann man in klaren Nächten funkelnde Lichter im und auf dem Wasser sehen und manchmal sogar im Wind seine Lieder hören.

22.12.07 20:23