Countdown 24

2011 - The Pocky year

11. 12. 2007 - Morgenrituale

Ein perfekter Morgen in der WSW (Wibi-Studenten-Wohnung)

Fünf Minuten vorm Wecker aufwachen und sich genüßlich nochmal in die Kissen zurückkuscheln. Kurze Zeit später erinnert das angehende Radio daran, dass man leider doch raus muss, also in die Hausschuhe geschlufft und auf dem Weg ins Bad im Vorbeigehen den Fernseher anschalten. Tele 5 bitte.

Kaffe kochen, währenddessen aus dem Kleiderschrank das frisch gewaschene Outfit für den Tag rauskramen. Im Hintergrund läuft die Wiederholung der Lieblingsanimeserie vom Vortag, natürlich sind mindestens zwei deiner Lieblingssynchronsprecher auch dabei. In die Küche zurück, Superspecial-Müsli zusammenstellen und dieses dann in aller Ruhe mit zwei Tassen Kaffee vorm Fernseher genießen. (Man sollte nur ein wenig aufpassen, dass man beim Worshippen nicht zu sehr kleckert...)

Es folgt noch eine Runde im Bad, geduscht wurde bereits gestern Abend, Zähneputzen und sich ewig Zeit lassen, um die passenden Ohrringe auszuwählen. Dann wird die Tasche nochmals kurz auf Vollständigkeit geprüft, alles noch drin. In Schuhe und Jacke geschlüpft, prüfender Blick in den Spiegel ( "Frisur? Sitzt." ), der Schlüssel zweimal im Schloß gedreht - der Tag möge beginnen.


Ein normaler Morgen in der WSW (Wahn-Sinnige Wuselei):

Eintöniges, absolut verfrühtes Weckerpiepsen reißt einen mitten aus dem Schlaf und wenn man Glück hat und nicht in noch schlaftrunkenem Zustand auf irgendwelche Knöpfe gedrückt hat, sogar zur richtigen Zeit. Alles andere als ausgeruht kämpft man sich aus seinem Kuschelbettchen in die Kälte, die Schlappen stehen natürlich im Flur. Nach dem Kaltwasserschock unter der Dusche bleibt zwar immer noch genug von den Schlafmangelkopfschmerzen, aber wenigstens ist die Gefahr des sofortigen Wiedereinschlafens vorläufig gebannt.

Nächste Station Küche: Kaffe - keine Zeit. Die Milchpackung gibt nur noch fünf Tropfen her und das Toast ist auch alle... Nein! Man möchte sich mit Anime trösten: Der Fernseher geht nicht an - vergessen, das Stromkabel nach dem PS-Zocken gestern Abend wieder brav an den Reciever umzustecken. Shit. Als dann alles zurechtgewuselt ist, stellt man fest, dass ausgerechnet heute die Sendezeit um 20 Minuten vorverlegt wurde. Muss ich wirklich aus dem Haus?

Blick auf die Uhr: Noch fünf Minuten... Aus dem meterhohen Klamottenstapel auf dem Klavierstuhl werden schnell die erstbeste halbwegs saubere Hose und irgendein Pulli rausgefischt, während des Ankleidens sucht man sich noch Handy, Geldbeutel und Stifte aus der Wohnung zusammen - wo zur Hölle ist der mp3-Player?! Und bitte, bitte, lass die Batterie noch halbwegs voll sein. Ein letzter hoffnungsvoller Blick in den Kühlschrank und ha!: Man entdeckt noch einen Knuspereckejoghurt in der hinterletzten Ecke. Löffel dazugeklaut, Tasche übergeworfen, (wie sind meine Schuhe so schmutzig geworden??), mit der rechten Hand gleichzeitig die Tür absperren und zu Essen anfangen - der Tag kann nur noch besser werden.

11.12.07 14:20