Countdown 24

2011 - The Pocky year

13. 12. 2008 - The place I call home

 

Ich beginne mit Kyouya ♥.

(Das Bild unten kennst du, es ist immer noch mein Desktophintergrund und nicht mal Atobe oder Grimmjow haben es längerfristig geschafft, den Platz zurückzuerobern. So. Auf zur Analyse.)

Über Kyouyas Haus und Zimmer ist - zumindest im Anime - am meisten bekannt. Das Gebäude an sich ist modern, riesig und reduktionistisch eingerichtet. Im Esszimmer steht mitten im Raum ein Tisch, im Musikzimmer ein Flügel und ein Sofa, drumherum jeweils fünf Meter Platz. Kyouyas Zimmer ist übermäßig hoch, mit einer mindestens einer kompletten Glasfront. Alles, was man sieht sind die Möbel, keine persönliche Einrichtung. Und es ist grau mit leichten blauen Farbtönen.

Und das macht das ganze Haus aus: kalt, unpersönlich, alles auf Nutzen optimiert. Man kann alles einsehen, es gibt keinerlei Rückzugsmöglichkeiten. Das Bild über Kyouyas Bett ist ein abstraktes modernes Gemälde. Das Haus könnte genauso gut leerstehen, so unbewohnt wirkt es.

Blau steht für Kälte und Glätte und Eis, Grau steht für Gleichheit und Anonymität. Alles Licht, was in die Räume fällt, kommt von außen und erhellt nicht, sondern verwischt mehr und wirft Schatten und Konturen.

Den Namen "home" hat es nicht wirklich verdient.

Dann kommt Tamaki und bringt Chaos und einen Kotatsu in Kyouyas Zimmer und Leben. Dann kommt der Host Club, dringt ungebeten in sein Schlafzimmer, reißt ihn aus seinem Schlaf und entführt ihn in eine Kaufhaus, fast schon zu voll mit Menschen. Dann kommt Tamaki und fährt mit ihm in Urlaub, zwingt ihn zu Host Club Exkursionen und er verbringt immer weniger Zeit in diesem Haus. Dann kommt Tamaki und spielt Klavier und bringt ihn dazu, Gefühle zu zeigen. Dann findet er ein zweites Zuhause im Musikzimmer, zweiter Stock, Südflügel.

 

Next: Tamaki.

(Leider ohne Bildbelege, ich verweise auf den Manga.)

Tamakis Haus ist fast genauso groß wie Kyouyas, alleine die Eingangshalle mit der Megatreppe und den Portraits, aber dieses Haus lebt. Man sieht es nie leer, immer läuft entweder Shima oder Tamaki oder Antoinette oder eine der Mägde durch das Bild. Es ist bunt, der Teppich in der Halle ist rot, die Leuchter tauchen alles in ein goldenes Licht, die Treppe hat ein verziertes Holzgeländer. Das Haus ist ein Schloss im Miniformat.

Tamakis Zimmer hat Möbel aus dem viktorianischen England, ein Bett mit verziertem Kopfende, viele warme Decken, Stuck an Wänden und Decke. Man sieht ihn auf seinem Sofa einschlafen, Bücher in der Gegend verstreut, Antoinette hält sich nicht an Regeln und springt zu Tamaki ins Bett. Das Haustelefon ist nicht schnurlos und hat eine Wahlscheibe. Er hat Portraits von seinen Freunden in seinem Zimmer hängen und trägt hellblaue Schlafanzüge.

In diesem Haus wird gelacht und gespielt und Tamaki hat es bis in die letzte Ecke hinein mit seiner Lebendigkeit infiziert. Es hat europäischen Flair und erinnert so nicht an Fremde, an Neues, sondern an Heimat und Vertrautes.

Hier kann er Prinz, Kind, Tamaki und er selbst sein.

Sein Zimmer ist alle zwei Wochen ein heilloses Chaos, weil er mitten beim Einkleben seines letzten Bustickets in sein "Commoner-Sammel-Heft" aufspringt und Kyouya anruft, weil er beim Lernen einschläft und sein Lieblings-T-Shirt nicht ordentlich wegräumt, weil Antoinette die Urlaubsfotos vom Tisch fegt und über den ganzen Boden verstreut. Er lässt nie eine der Mägde für ihn aufräumen - Shima würde ihn köpfen - und braucht einen ganzen Tag dafür, weil er beim dritten Foto schon wieder Kyouya anrufen muss, um ihn nach dem immer noch fälligen Hokkaido-Urlaub fragen, und beim Einkaufscoupon, den er unter den Büchern findet, Hunger auf Fertigramen bekommt.

Seine größten Schätze bewahrt er Schrank mit dem abschließbaren Fach auf. Haruhis Mittelschulfotos. Schließlich hat er damals am Strand das Spiel gewonnen.

 

Teh devilish twins.

(Ich begebe mich teilweise ins Reich der Spekulation.)

Das Gebäude hat recht große Ähnlichkeit mit dem Suoh-Anwesen, nur ist es nicht ganz so flamboyant und überbordend, sondern mit etwas mehr Geschmack eingerichtet. Das Zimmer der Zwillinge ist im dritten oder vierten Stock und hat mindestens ein großes Doppelbett, einen Tisch mit Elefantenvase und ein großes Fenster. Es ist hell, erstaunlich hell selbst in der Nacht.

Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit gibt es irgendwo ein eigenes Wohnzimmer für die Zwillinge, ausgestattet mit einem Bücherschrank und der neuesten Playstation oder X-Box, Verzeihung, beidem natürlich. Ein Kleiderschrank existiert nicht, dafür ein eigenes Klamotten- und Ankleidezimmer gleich nebenan. Eine der Wände ist verspiegelt.

Wenn man die beiden sucht, findet man sie nie, da sie ständig irgendwo im Anwesen herumflitzen, ein paar Minuten hier, ein paar Minuten am Spielen, dann ein paar Runden durch den großen Garten, dann lassen sie sich in die Stadt fahren, um Haruhi auf den Keks zu gehen. Manchmal besuchen sie ihre Mutter in ihrem Studio und so ist ihnen ihr Zimmer nicht übermäßig wichtig.

Würden sie zumindest sagen, wenn man sie fragt.

Es fing an, nachdem sie dem Host Club beigetreten waren und Haruhi kennengelernt hatten. Kaoru hatte zwar schon mal Träume gehabt, in denen er nicht direkt neben Hikaru durch die Traumwelt lief, aber Hikaru war immer da. Hinter der Buschreihe, weil sie um die Wette liefen, beim Versteckspiel hinter dem Vorhang auf der anderen Zimmerseite oder - wenn er unruhiger schlief - suchte er nach seinem Bruder. Aber er war immer Bestandteil seiner Träume, war es immer gewesen.

An dem Tag, als er das erste Mal einen Traum ohne Hikaru träumte, in dem er alleine durch ein Museum lief und sich Bilder ansah und Hikaru einfach nicht vorkam, weder in der Vorhalle wartend, noch als Stimme in seinem Ohr, die sich laufend über die Gemälde lustig machte, nicht-existent (und es war kein Albtraum, aus dem er schweißgebadet erwachte und sich erst vergewissern musste, dass Hikaru neben ihm schlief, bevor er wieder zur Ruhe kam), an diesem Tag fragte er, ob er in das Zimmer auf der anderen Seite des Flurs ziehen konnte.

 

Normalversion Haruhi.

Diese Wohnung bekommt am wenigsten Liebe, weil sie so fürchterlich normal ist. Klein und noch ein bisschen kleiner, aber eine Allerweltswohnung wie jede andere. Es stehen viele Fotos herum, von Kanako, von ihrer Familie zu dritt, vom letzten Betriebsausflug ihres Vaters.

Der Kühlschrank ist immer sorgfältig gefüllt (nicht ganz so normal), die Wohnung ist aufgeräumt und Haruhi hat eine kleine Ecke in ihrem Zimmer, wo ein niedriger Tisch mit ihrem gesamten Schulzeug drauf rumsteht. Ihre Wäsche hängt sie im Waschkeller auf, auf dem Klingelschild steht ein schlichtes, schnörkelloses Fujioka.

Haruhi will und braucht nicht mehr und fühlt sich hier absolut zuhause. Lernen wollte sie ja sowieso eigentlich in die Bibliothek in Ouran...

Wenn ihr Vater da ist, ist es meistens laut. Er erzählt von seinem Tag und der Arbeit, ob sie zuhört oder nicht, und versucht andauernd, ihr Neuigkeiten über die hübschen Jungs aus dem Club zu entlocken. Er singt schrecklich falsch oder klappert in der Küche mit dem Geschirr rum.

Und sie steht morgens immer früher auf als er, damit sie noch eben schnell vor ihm ins Bad kann. Ansonsten kommt sie mindestens eine Dreiviertelstunde zu spät.

 

Hani-sempai.

(Erinnerst du dich an das Zimmer von Usagi-san aus Junjou Romantica? Das mit den ganzen Kuscheltieren? Genau das.)

Groß, western. Das einzige Mal, wo man es sieht, dunkel.

Hani-sempai ist der einzige aus dem Host Club (Haruhi ausgenommen), der weiß, wo die Küche ist.

Wie auch immer sein Zimmer aussieht - und ich stelle es mir extrem ähnlich vor, wie das oben erwähnte, wenn man nach der Anzahl der Spielsachen geht, die er in dem großen Schuppen weggepackt hat - er fühlt sich da pudelwohl. Bis zur rosa Usa-chan-Tapete hat es seine Familie aber doch nicht kommen lassen.

Die meiste Zeit verbringt er in ihrem Dojo, beim Training. Er kämpft gerne, nicht weil er anderen Menschen weh tun möchte, sondern weil es ihm die Sicherheit gibt, anderen helfen zu können, obwohl er so klein ist und so kindlich wirkt, und sich nicht von andern helfen lassen zu müssen, nur Mori darf das.

Hani wünscht sich, die andern würden ihn öfter besuchen kommen. Er wünscht sich einen Privataufzug von der Küche in sein Zimmer. Er wünscht sich, sein Haus wäre näher an Moris.

 

Das Anwesen der Familie Morinozuka.

(Hier übernimmt größtenteils mein Fangirl.)

Endlich ein traditionelles japanisches Haus. Das Dojo grenzt gleich nebenan, der Garten, in dem Mori beim Training gezeigt wird, liegt zwischen den Gebäuden.

Das Haus ist aus Holz, hat eine große Veranda, auf der Mori im Sommer sitzt und liest oder in die Bäume starrt, wenn er nichts zu tun hat. Die Atmosphäre strahlt Ruhe aus, man spricht hier mit gedämpften Stimmen, man verbeugt sich viel, und als Hikaru einfällt, ist er wie ein bunter Tropenvogel unter den einheimischen Buchfinken. Die Räume sind allesamt mit Tatami ausgelegt und schlicht, fast spartanisch eingerichtet, in einem findet sich nichts außer der Gebetsnische und einem immer brennenden Weihrauchstäbchen.

Das Haus liegt ein gutes Stück ab von der Straße und den Weg zur Eingangstür kann man nur zu Fuß gehen und nicht fahren. Im Garten steht ein traditionelles Teehaus.

Mori ist hier nicht zuhause, er gehört hier hin.

Nachts kann man alle Sterne sehen. Es gibt keine anderen Lichter als die drei Ölfackeln am Vordereingang.

In der Mittagszeit, wenn alle sich zurückziehen und das ganze Haus ruhig wird, sitzt Mori oft draußen und lauscht. Grillen, Vögel, Wind in Blättern und überdachten Gängen. Das gelegentliche Klack-Klack des Bambus-Kipp-Spiels im Teich, das leichte Plätschern des Wassers, wenn ein Frosch hineinspringt. An Tagen, an denen er Mitsukuni noch nicht gesehen hat, ist er ein klein bisschen einsam.

13.12.08 01:19